70-jähriges Jubiläum: Workshops und Kurzvorträge

Die folgenden Programmpunkte wurden von Altleibnizianer*innen, Freund*innen des Leibniz Kollegs und externen Referentinnen erarbeitet und finden am Samstag von 14:30 – 16:00 statt. Da die Anzahl der Workshop-Plätze begrenzt ist, muss ein Platz im Vorhinein angemeldet werden. Das ist nur noch am Samstag bei der Anmeldung möglich. Kurzvorträge können ohne Platzreservierung besucht werden.

WORKSHOPS (Anmeldung notwendig)

W1 Hat die Zukunft eine Zukunft? (Workshop)
Bei Zukunftsfragen stehen häufig kleinteilige und kurzfristige Themen im Mittelpunkt:  „Schnelles Internet“, Wohnraum, Mindestlohn. In diesem Workshop sollen dagegen langfristige und gesamtgesellschaftliche Bezugspunkte in den Mittelpunkt der Zukunftsbetrachtung gerückt werden: Wie sehen ca. 2050 die Zukunftsperspektiven für die dann folgenden Jahrzehnte aus?
Wie sieht ein Bewertungsmaßstab für die auch 2050 noch „zukunftsfähige Gesellschaft“ aus? Wie werden sich ausgewählte Funktionssysteme (Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Zivilgesellschaft u. a.) entwickeln, wie verändern sie sich in ihren Wechselbeziehungen innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte?
Teilnehmer*innen mit breiten Erfahrungen in dem einen oder anderen Funktionssystem sind besonders herzlich willkommen.
Prof. Dr. Dieter Grunow, Jahrgang ’66/’67, ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft und Verwaltungswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen.

W2 Einführung in das politische Framing (Vortrag/Workshop) ENTFÄLLT
Der Vortrag soll einen ersten Einblick in die Wirkungsmechanismen des sogenannten „Framings“ geben. Dabei bezieht er sich insbesondere auf politische Kontexte und untersucht, wie die, oft unbewusste, kognitive Einbettung von Themen in Deutungsrahmen unser alltägliches politisches Denken und Handeln beeinflussen kann. Neben einer theoretischen Einführung in die Thematik erhalten die Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit, sich in Praxis- und Diskussionsphasen aktiv mit einzubringen. Ziel ist, dass die Teilnehmenden vertiefendes und alltagsrelevantes Wissen über die Grundlagen des politischen Framings erwerben.
Valerie Gaedicke ist Referentin vom DemokratieZentrum Baden-Württemberg.

W3 Weiterentwicklung des Vereins und Vernetzung der Ehemaligen (Workshop)
Die GESELLSCHAFT DER FREUNDE DES LEIBNIZ KOLLEGS e.V. beschäftigt zwei Kernaufgaben: Zum Einen die Finanzierung des Stipendium Leibnitianum, und zum Anderen die Verknüpfung der Alumni*ae und weiterer Mitwirkender des Studium-Generale-Programms über die Studienzeit am Leibniz Kolleg hinaus. Das Leibniz Kolleg entwickelt sich weiter und mit ihm die Rahmenbedingungen: steigende Studierendenzahlen ebenso wie steigende Kosten des Programms. Aber ebenso entwickelt sich auch das Potential weiter, viele Leute miteinander zu verknüpfen. In Arbeitsgruppen sollen Konzepte diskutiert werden, die den Verein weiterentwickeln können:

  • Wie können wir unser Budget erhöhen und mehr als die derzeit sieben ‚Stipendia Leibnitiana‘ vergeben, damit das Einkommen der Eltern – weiter – nicht über die Aufnahme entscheidet?
  • Wie können wir den Verein noch attraktiver gestalten?
  • Wie kann die Vernetzung intensiviert werden?
  • Welche Erfahrungen machen wir bei Stammtischen und welche  Ideen lassen sich auch in anderen Städten umsetzen?
  • Lassen sich alternative soziale nicht-kommerzielle Netzwerke für die Vernetzung nutzen?

Weitere Ideen sind willkommen, genau wie alle Teilnehmer*innen mit Diskussions- und Visionslust!
Dr. Dirk Lupberger, Jahrgang ’76/’77, ist Rechtsanwalt und Unternehmensberater sowie Geschäftsführender Vorstand der GESELLSCHAFT DER FREUNDE DES LEIBNIZ KOLLEGS e.V.
Veronika Reisner, Jahrgang ’11/’12, ist Studentin der Informatik und Psychologie in München.
Daniel Silberhorn, Jahrgang ’98/’99, ist Kommunikationsberater in Frankfurt.
Prof. Ulf-Dietrich Reips, Jahrgang ’85/’86, forscht zu experimenteller Psychologie und Internet an der Universität Konstanz.

W4 Integration and Education (Workshop)
What is the value of adequate communication in the quest for integration?
Agneta and Sandra Ottander will talk about their professional experience in speech and presentation. Some of their working fields are at universities, theater schools, Radio and TV broadcast and also Swedish as a second language. Gathering from their experience, they will give their opinion on the importance of integration and the need for a proper and adequate communication. After that follows a workshop where they will work with a well-known and well-respected songtext in Swedish. This to invite you to try to learn new linguistic sounds but also to interpret and find the prosody in the language. This workshop will be mainly conducted in English.
Agneta Ottander, Jahrgang ’55/’56, ist pensionierte Lehrerin in modernen Sprachen, Literatur und Sprechwissenschaft. Ihre Tochter Sandra Ottander ist Sprachtherapeutin und Schauspielerin.

W5 Zeichen der Macht im öffentlichen Raum (Workshop)
In öffentlichen Räumen wird Macht auf vielen Ebenen gezeigt und umkämpft, so auch auf Schildern, Auf- und Inschriften, Plakaten, Aufklebern und Graffiti. Am Beispiel des Ruhrgebiets beschreibt, analysiert und diskutiert dieser Workshop das semiotische Biotop stark belebter großstädtischer Räume mit je unterschiedlicher Sozialstruktur. Dabei zeigt sich, dass kommunikative und gestalterische Mittel (Bild, Text, Design) in verschie­denen visuellen Diskursen (regulatorisch, infrastrukturell, kommerziell, transgressiv) in unterschiedliche Verhältnisse gesetzt werden. Als empirische Grundlage dient die international umfangreichste Linguistic-Landscape-Datenbank aus dem interdisziplinären Gemeinschaftsprojekt „Metropolenzeichen: Visuelle Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr“.
Prof. Dr. Ulrich Schmitz, Jahrgang ’66/’67, ist emeritierter Professor für Germanistik/Linguistik an der Universität Duisburg-Essen.

W6 Radikal verstehen! Religion, Radikalisierung, Ideologie?! (Vortrag/Workshop) ENTFÄLLT
Der Vortrag versucht Radikalisierungsverläufe verstehbar zu machen, zeigt die Faktoren auf, die eine Radikalisierung beeinflussen und gibt eine Einführung in ideologische Grundlagen. Welche Theorien gibt es, die Radikalisierung beschreiben und wo setzen radikalisierende Akteure an? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag diskutiert und anhand von extremistischem Propagandamaterial herausgearbeitet. Ziel ist, dass die Teilnehmenden Religion und Ideologie unterscheiden können und einen Überblick über die Anzeichen von Radikalisierung und Rekrutierung und die Attraktivitätsmomente radikaler Ideologien für Jugendliche bekommen.
Fabienne Djadi ist eine Referentin vom DemokratieZentrum Baden-Württemberg.

W7 Das Leben als Kunstwerk – Begeisterung statt Burnout (Workshop)
Das Schicksal hält viele Überraschungen parat. Aber jenseits dessen gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die sollten wir nutzen. „Glück ist Talent für das Schicksal“ (Novalis). Talente können und sollten wir trainieren. Dieser Workshop soll eine Anregung dafür sein.
Der Referent erarbeitet mit den Teilnehmer*innen Lösungsstrategien gegen Burnout, im Kontrast zu Watzlawiks „Anleitung zum Unglücklichsein“. Geld, Sex, Beziehungen, Spiritualität… Was macht uns wirklich glücklich?
Dr. med. Helmut Kolitzus, Jahrgang ’67/’68, ist Psychiater, Psychosomatiker und Psychotherapeut, Autor und Filmemacher zum Thema „Burnout“.

W8 Stadtspaziergang – gemeinsam durch Tübingen streifen (Workshop)
Tübingen hat unheimlich viel zu bieten: Auf einem gemeinsamen Spaziergang zeigen Kollegiat*innen des aktuellen Jahrgangs, welche Orte sie während ihrer Zeit hier besonders lieb gewonnen haben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Geschäften und Initiativen, die sich für Nachhaltigkeit und gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen. Gerne legen sie auf ihrer Route auch spontanen Halt ein, um sich wiederum die besonderen Orte der Teilnehmer*innen zeigen zu lassen. Sie freuen sich auf neugierige (Wieder-)Entdecker*innen!
Anna Ganzleben ist Kollegiatin des Jahrgangs ’17/’18. 

W9 Partizipation Jugendlicher in Jugendarbeit und Kommunalpolitik – Schule der Demokratie? (Workshop) ENTFÄLLT
Einfluss auf Entscheidungen nehmen zu können, die das eigene Leben betreffen, ist eines der fundamentalen Prinzipien unserer Demokratie. Jugendpartizipation ist eines der Zauberwörter, mit dem dieses Versprechen verwirklicht werden soll. Können organisierte Strukturen auf kommunaler Ebene diesen Anspruch der Jugendbeteiligung einhalten? Oder droht die Politikverdrossenheit?
Anhand von Beispielen soll die Diskussion eines Themas im Vordergrund stehen, das alle Bürger*innen angeht. Eingeladen sind alle Menschen mit Lust an der kontroversen Diskussion eines scheinbar unstrittigen Themas.
Amos Heuss, Jahrgang ’03/’04, ist Leiter des Jugend- und Kulturzentrums KOMMA in Esslingen.

W10 Chorworkshop (Workshop)
Der Chorworkshop richtet sich an erfahrene und unerfahrene Sängerinnen und Sänger, die Lust haben, am Nachmittag in lockerer Atmosphäre zu singen. Zunächst werden ein paar Übungen für die allgemeine Gesangstechnik durchgeführt und dann vier- bis fünfstimmige A Capella-Sätze gesungen. Diese kommen aus dem Repertoire europäischer Volkslieder und behandeln das Thema Freiheit, z. B. im Sinne von Lebensfreude oder – passend zum Motto der Veranstaltung – im politischen Sinne.
Martin Bullinger, Jahrgang ’12/’13, ist Student der Mathematik an der TU München.

W11 Gemeinsames Improvisationstheater “Demokratie durch Bewegung?“ (Workshop)
Gemeinsame Improvisation als Übung zum demokratischen Austausch: zwischen Generationen, zwischen vielerlei Themen, zwischen Standpunkten. Sich auf Situationen und das Gegenüber einlassen, neue Sichtweisen einnehmen, spontan interagieren: Das bringt Bewegung – und Spaß! Nicht nur auf der Bühne, sondern auch für das Publikum, denn diese bringen Denkanstöße mit und werden immer aufs Neue überrascht. Die Referentin: „Lasst uns gemeinsam über die Improvisation miteinander ins Gespräch kommen, Gedanken miteinander teilen und uns von uns selber überraschen lassen!“
Zoé Philipps ist Kollegiatin des Jahrgangs ’17/’18.

 

KURZVORTRAGSREIHE 1: „Wissenschaft, Nichtwissen & Interdisziplinarität“

K1.1 Die Interdisziplinarität und ihre Feinde (Kurzvortrag)
Interdisziplinarität beginnt im Kopf und muss als Haltung erlernt werden. Wer sie in Studium und in der Wissenschaft integrieren möchte, stößt allerdings auf institutionelle Grenzen. Der Vortrag benennt diese Hindernisse und skizziert die wechselseitige Ergänzung von Disziplinarität und Interdisziplinarität. Klaus Kornwachs thematisiert die Voraussetzungen für interdisziplinäres Arbeiten und stellt Forderungen an die wissenschaftliche Bildung: In Zeiten sich immer weiter von einander entfernender, spezifizierender Einzeldisziplinen eine hochspannende Thematik!
Prof. Dr. Klaus Kornwachs, Jahrgang ’66/’67, ist Technikphilosoph an der Universität Ulm.

K1.2 Bildung für die Nichtwissensgesellschaft (Kurzvortrag)
Das Nichtwissen gilt als Ansporn der Wissenschaften. Wenn irgend möglich, soll „Nichtwissen“ bloß eine temporäre Wissenslücke bezeichnen, die früher oder später geschlossen wird. In den Zeiten einer datenintensiven, beispielsweise auf Simulationsmodelle gestützten und auf Komplexitätssteigerung gerichteten Forschung werden die Wissenschaften jedoch zunehmend tolerant gegenüber diesem Nichtwissen. Auch Regulierungsbehörden, technische Sicherheitskulturen, öffentliche Diskurse lernen, mit Nichtwissen umzugehen. Warum eine gesellschaftliche Kompetenz gefordert ist, sich an den Wissensgrenzen aufzuhalten und auch die Technologien zu verantworten, die intellektuell nicht nachvollziehbar sind, soll in diesem Kurzvortrag diskutiert werden. Was sind die Herausforderungen und Umgangsweisen für eine demokratische Gesellschaft?
Prof. Dr. Alfred Nordmann, Jahrgang ’76/’77, ist Professor der Philosophie an der TU Darmstadt.

K1.3 Wissenschaft als Beruf (Kurzvortrag)
Freiheit der Wissenschaft ist  ein entscheidendes Kriterium funktionierender Demokratie. Sie ist auch heute in vielen autoritär regierten Staaten und durch autoritäre Politiker eingeschränkt oder gefährdet. – Was macht das Wesen der wissenschaftlichen Berufsarbeit aus? Eigne ich mich als Wissenschaftler? Kann ich Freude und Erfolg in freier Wissenschaft finden?
Prof. Dr. Ulrich Grossbach, Jahrgang ’55/’56, ist emeritierter Professor der Entwicklungsbiologie an der Universität Göttingen.

 

KURZVORTRAGSREIHE 2: „Demokratie – Kritische Perspektiven“

K2.1 Der lange Weg zum Schweizer Frauenstimmrecht (Kurzvortrag)
Die wissenschaftliche Literatur schreibt der direkten Demokratie zahlreiche positive Auswirkungen zu: gesündere Staatsfinanzen, höhere Wirtschaftsleistung und zufriedenere Bürger*innen. Umstritten ist allerdings, ob sie nicht auch die Diskriminerung von schwachen Gruppen begünstigt. Zur kontroversen Forschung gesellt sich ein Hammerbeispiel: die sehr späte Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz. So erhielten die Schweizer Frauen auf nationaler Ebene erst 1971 und im Kanton Appenzell Innerrhoden sogar erst 1990 das Wahlrecht. Damit schlich die Schweiz Ländern wie Deutschland (1918), den USA (1929) aber auch dem Iran (1963) hinterher. Wie lässt es sich erklären, dass eines der demokratischsten Länder der Welt das Frauenstimmrecht so spät einführte?
Im Vortrag soll dieser Frage auf den Grund gegangen werden, wobei neben der direkten Demokratie auch der Papst eine Rolle spielen wird.
Anna Koukal, Jahrgang ’06/’07, ist Doktorandin am Lehrstuhl für Theorie der Finanz- und Wirtschaftspolitik an der Universität Fribourg, Schweiz.

K2.2 Deutschland von außen (Kurzvortrag) ENTFÄLLT
Von Italien aus wirkt Deutschland besorgt, aber beneidenswert – und besonnen, meint Georg Schedereit. Man stehe besser da als fast alle anderen, besser als je zuvor in der Geschichte; besser als mediale Aufgeregtheit glauben mache. Auf höchstem Niveau jammert es sich besonders plausibel und profitabel: Deutschland, das Jammertal. Ganz Europa, ein Jammertal. Europa, der liebste Sündenbock der Europäer*innen. Mittendrin Deutschland & Co. Vorneweg Visegrad als Vorbild? Kleinbritannien? Little Italy? Verfall? Vorkriegsklima? Der Referent, deutsch-italienischer Doppelstaatsbürger, hofft auf Widerspruch von der Wirklichkeit.
Georg Schedereit, Jahrgang ’68/’69, ist deutsch-italienischer Doppelstaatsbürger, pensionierter Rundfunkjournalist (BBC, RAI) und Präsident der evangelisch-lutherischen Synode in Italien.

K2.3 Politik und Wahrheit: Jenseits von »Postfaktizität« und Relativismus (Kurzvortrag)
Leben wir in einem „postfaktischen Zeitalter“? Frieder Vogelmann widerspricht dieser populären Diagnose. Es bestehe das Faktum der Pluralität von Wahrheiten, und ihrer zwingenden Kraft müssten wir gerecht werden. In Zeiten der Debatten um „alternative Fakten“ plädiert er dafür, das Verhältnis von Wahrheit und Politik in seiner vollen Komplexität denken zu wagen, und lädt dazu ein, über dieses Verhältnis in seinen Facetten zu diskutieren. Und diese sind vielfältig: Welche Rolle spielen die Wissenschaften in einer Demkratie? Sind die Wissenschaften demokratisch oder zumindest demokratisierbar? Verändert die Medialisierung von Politik ihr Verhältnis zur Wahrheit – und wenn ja, gemäß welcher Medienlogik?
Dr. Frieder Vogelmann, Jahrgang ’01/’02, ist Wissenschaftler der Philosophie und Politischen Theorie an der Universität Bremen.

 

KURZVORTRAGSREIHE 3: „Diversität – Neue Perspektiven“

K3.1 Mein Weg vom Lager zum Kolleg (Kurzvortrag)
Ein Kollegiat der ersten Jahre berichtet von seinem herausfordernden Weg von einem Flüchtlingslager für Ungarn in Österreich zu einem akademischen Kolleg im deutschen Tübingen, noch unter dem Eindruck der erst kurz zuvor beendeten NS-Zeit.
Prof. Dr. Elemèr von Inàntsy-Pap, Jahrgang ’53/’54, ist Diplompsychologe und Psychoanalytiker in Rösrath.

K3.2 Die Herberge (Kurzfilm-Vorführung)
Deutsche Geschichte anders herum erzählt – nach einer wahren Begebenheit: Die Deutschen sind diesmal die Fremden, auf der Suche nach einer Herberge, und die Fremden heißen die Deutschen Willkommen. Als die Gäste nach köstlicher Bewirtung die Rechnung verlangen, wird klar, dass es kein Gastgewerbe ist, sondern Gastfreundschaft. Das befremdliche Gefühl weicht Offenheit und freundschaftlicher Annäherung. Und aus der zufälligen Begegnung wird ein Impuls, miteinander loszugehen. Zum Abschied weisen die Flüchtlinge den Deutschen den Weg.
Ein Film voller Situationskomik und deutsch-arabischem Sprachwitz. „Die Herberge“ ist der Beitrag von Filmemacherinnen zu einer offenen, toleranten Gesellschaft und einem guten Miteinander: sie wollen mit einem kurzen, zugänglichen Film ein breites Publikum ansprechen. Die Idee: übers Lachen zum Nach- und Umdenken bewegen.
Ysabel Fantou, Jahrgang ’89/’90, ist Autorin und Regisseurin aus München.

 

ZUM ENTSPANNEN

LeibnizLounge im Alten Botanischen Garten
Bei schönem Wetter findet ihr auch ein Plätzchen zum Sonnen und Entspannen im Botanischen Garten. Ort für die, die einfach entspannt quatschen und andere Altleibnitianer*innen kennenlernen wollen. Von 10:00 bis 18:00 können Decken bei der Anmeldung abgeholt werden.


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